5.4.7.4 Beurteilung
Beurteilung der Trainingszustandes während der Saison Die Beurteilung des Trainingszustandes ist eine zentrale Funktion der Planung. Dabei sind Tests die verlässlichsten Mittel. Leider sind Leistungstests nur für den Trainer und dessen Beurteilung nötig, als eigentliche Trainingsleistung ist ein Leistungstest meistens eine untergeordnetes Training. 
Ich versuche aus diesem Grunde die Leistungstests vom Labor weg in ein Wettkampf-Gebilde zu legen. Dabei ist eine geeignete Strecke auf welcher wettkampfnahes Training möglich ist auszuwählen. Ich empfehle eine Runde von ca. 45 bis 60 min. Fahrzeit, möglichst ohne Lichtsignale, oder Stoppstrassen. Auf dieser Strecke kann ich als Trainer ein spezifisches Zeitfahren Training anordnen. Diese Trainingsform kann während der Wettkampfphase wöchentlich auf dem Trainingsplan erscheinen. Es bleibt für den Sportler nur während dieses Trainings die Pulsuhr zu tragen. Bei entsprechender Auswahl der Strecke muss nicht einmal ein Signal beim Start oder Ziel erfolgen, denn die Strecke ist auf dem Pulsprofil immer die gleiche. Die Beurteilung des Trainingszustandes kann am einfachsten durch Überlagern von unterschiedlichen Pulskurven erfolgen. Daraus kann durch eine schnellere Fahrt eine Stauchung der Strecke beobachtet werden. Bei gesundheitlichen Problemen ist normalerweise eine globale Erhöhung der Kurve zu beobachten. Der Indikator für den Formzustand ist für mich die Anzahl Pulsschläge für die gesamte Strecke und damit der Energieverbrauch, sowie die Erholungsfähigkeit. Die Erholungsfähigkeit wird durch die Neigung der Pulskurve in den Abfahrten und nach Beendigung des intensiven Trainings definiert. Die Auswertung mache ich mit dem eigenen Programm HFKLR welches exakte und aussagekräftige Leistungsdiagnosen im Radsport erlaubt. (c) Daniel Müller |