Die Dopingproblematik im Sport und die Polemik dazu sind nicht neu. Aber gerade die Journalisten, welche mehrheitlich oberflächlich recherchieren kennen die Grundlagen des Sportes zu wenig um überhaupt den Einsatzbereich und den Zusammenhang von Doping zu beschreiben. Mit Doping ist noch nie ein gutes Resultat erzielt worden !!
Diese Aussage ist eine Tatsache. Ohne Talent und überdurchschnittlichen Trainingsaufwand kann man selbst mit dem vermeintlich besten Doping keine Spitzenleistungen erbringen. Das bedeutet die Basis von sportlichen Höchstleistungen ist niemals im Bereich der Medikamente zu suchen.
Eine weitere Tatsache: Je höher das Niveau der sportlichen Leistung ist, desto geringer sind die Möglichkeiten, mit Medikamenten eine weitere Steigerung herbei zu führen.

Ich möchte diese Hypothesen anhand des EPO darstellen.
Durch das Ausdauertraining werden Mitochondrien gebildet. Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen, da sie die für alle Stoffwechselprozesse notwendige Energie aus den Grundenergien in ATP umwandeln. Die Anzahl der Mitochondrien ist mitbestimmend für die Ausdauerleistungsfähigkeit.
EPO Ist ein körpereigenes Hormon, welches die Menge der roten Blutkörperchen regelt. Die Blutmenge wird durch EPO nicht beeinflusst. Ein Detail ist, die roten Blutkörperchen enthalten keine Mitochondrien. Hingegen sind die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) die Transportgefäse für den Sauerstoff(O2). Der Sauerstoff ist direkt für die Leistung der Kraftwerke (Mitochondrien) verantwortlich. Somit führt ein höherer Anteil roter Blutkörperchen bei der Basis-Anzahl Mitochondrien zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit.
Aber viel mehr führt eine Erhöhung der Mitochondrien bei gleichem Anteil roter Blutkörperchen zu einer Leistungssteigerung. Die vermehrung der Mitochondrien ist nur durch Training möglich.
Hormone sind Botenstoffe zur Regelung von Organfunktionen und Stoffwechselvorgänge. Das Hormonsystem basiert auf dem System der Rückkoppelung.

Je Höher der Bluthormonspiegel ist, desto weniger Hormone werden produziert. Wenn der Bluthormonspiegel fällt werden wieder mehr Hormone ausgeschüttet. Dieses Feedback-System funktioniert für die einzelnen Hormone nicht ganz autonom. Bei einer externen Zufuhr von EPO werden zusätzlich zur körpereigenen EPO-Produktion alle anderen Hormonproduktionen teilweise gehemmt.
Die Konsequenzen sind klar. EPO kann nur kurzfristig als Leistungssteigerung benutzt werden, da eine länger dauernde Erhöhung eine Rückbildung der Mitochondrien als indirekte Folge hat.
Diesem Problem kann man nur mit zusätzlicher Zugabe der anderen Hormone (z.B. HGH) begegnen.
Aber die künstliche Zufuhr von Somatropen Hormonen führt zu unkontrollierten Veränderungen von Organen. Die mittelfristigen Konsequenzen sind absehbar. Wenn auf diese Weise der Körper geschädigt wird, muss die Lebenserwartung deutlich nach unten korrigiert werden. Ich bin nicht der einzige, welcher im Spitzensport wegen dieser Problematik in Zukunft weitere Todesfälle prognostiziert.
Allgemein ist bewiesen, dass Spitzenleistungen an Rundfahrten wie der Tour de France nicht mit Doping erbracht werden. Ich kann Ihnen diese Aussage erklähren: Radrennfahrer welche auf grund Ihrer Veranlagung fähig sind, Spitzenleistungen zu erbringen, diese mit dem richtigen Training aufbauen, würden ohne verbotene Medikamente bessere Leistungen erbringen als mit.
Diese Behauptung wurde bereits mittels Placebo-Studien bestätigt. Der leistungsbestimmende Muskel der Radsportler (Etappenfahrer) sitzt zwischen den Ohren. Diese Aussage von mir ist bereits 30 Jahre alt. Leider sind viele Sportler und Nichtsportler heute überzeugt, dass die Leistung der anderen Fahrer auf Medikamenten basiere. Diese Ansicht ist und war schon immer falsch. Es ist einfach nur eine Erklärungsmöglichkeit seine eigenen Leistungen im Verhältnis zu den extremen Spitzenleistungen der anderen zu relativieren.
Leider hat in der heutigen Dopingdiskussion das Wort der Ärzte mehr Gewicht als jenes der Trainer. aber dies liegt auch an der heutigen Zeit, es scheint jedem einfacher eine Pille zu schlucken, als ein Training zu absolvieren. Aber eben, Pillen sind nur für kranke Leute gemacht, Die Gesunden erfreuen sich lieber an den Schönheiten der Natur (bei einer Trainingsausfahrt) und sind dabei erst noch erfolgreicher.
Dieser Artikel stellt eine wesentliche Vereinfachung der tatsächlichen Komplexität des Themas dar. aber mir geht es primär um das Verständnis bei nicht Mediziner (Sportler und Journalisten). Gerade die Sportler müssen nämlich mit Sachkompetenz bestimmt NEIN sagen könne zu jeder Art von Doping.
Daniel Müller
Was ist ein fairer Hämatokritwert?
Internettbeitrag zu diesem Thema
EPO als Medikament